--
Versandland ändern: Vereinigte Staaten
Kundenservice erreichen

Family Concept Store

Louise Misha

Louise Misha

Die erste Louise Misha Kollektion erscheint 2012 mit handgemachtem Schmuck  für kleine Mädchen von 2 bis 10 Jahren. Anschließend werden nach und nach Prêt-à-Porter Mode und Accessoires eingeführt. Heute werden auch Schals,  Haarspangen, Haarreife, Taschen und Kissenbezuge angeboten. Bei Smallable sind Sie richtig um die Louise Misha Kollektion zu entdecken: Viele Farben, Nostalgie und Sensibilität sind die DNA  der eleganten Louise Misha Marke für Kinder und Damen.
Für weitere Informationen



Marie Pidancet,
Die Gründerin von Louise Misha

Heute sind wir zu Gast bei Marie Pidancet, Gründerin der Marke Louise Misha. Im wunderschönen Pariser Apartment der talentierten Designerin und künstlerischen Leiterin erkennt man sofort den Esprit von Louise Misha: unkonventionell, vintage und immer einzigartig. Die zarte und feminine Gründerin Marie liebt Reisen in ferne Länder und Kunsthandwerk aus aller Welt. Mit dieser Leidenschaft hat sie sich in ihrem Apartment einen Ort voller Wärme geschaffen, an dem man gerne etwas länger verweilen möchte. Bei einem Tee erzählt sie uns von ihrem spannenden Werdegang und spricht voller Enthusiasmus über den Alltag in ihrem Unternehmen.

Marie, wie hat das große Abenteuer Louise Misha eigentlich angefangen? Warum hast du dich entschieden, deine eigene Marke zu erschaffen?

Schon als kleines Mädchen habe ich mich für Klamotten interessiert und mir meine eigenen Kreationen erträumt. Nach meinem Abitur mit literarischem Zweig war völlig klar, dass es für mich in Richtung Design gehen würde. Ich habe dann Unterricht an der Modeschule Chardon Savard in Paris genommen und nach meinem Abschluss dort sieben Jahre lang für verschiedene Marken gearbeitet. In dieser Zeit habe ich meinen persönlichen Geschmack und meine Inspirationsquellen enorm weiterentwickelt. Ich habe viel über die Wichtigkeit und die Besonderheit von Details gelernt, was für mich und meine Entwicklung eine große Bereicherung war. Als ich dann 30 wurde, war mir klar, dass ich mich und meine Vorstellungen der Welt zeigen möchte – und zwar nicht unter dem Deckblatt einer anderen Marke, sondern ganz für mich. Ich wollte frei sein. Sehr prägend hierfür war die Geburt meiner beiden Nichten: Ich hatte sofort das enorme Bedürfnis, Kleidung für sie zu gestalten, und das obwohl mir der Bereich der Kinderbekleidung bisher vollkommen fremd war. Jedenfalls wollte ich unbedingt Kleidung designen, die perfekt zu den Mädchen passte. Der endgültige Aha-Moment kam dann in Indien, genauer gesagt in Delhi. Meine Freundin Aurélie und ich waren völlig fasziniert von diesem Land und seinen Farben und seiner treibenden Hektik. Hier stellten wir beide fest, dass auf dieser Welt wirklich alles möglich ist. Wir bekamen Lust, etwas zu wagen. Und so gründeten wir 2012 Louise Misha. Am Anfang drehte sich die Marke noch um Schmuck und es entstand auch schnell ein Hype um unsere Stücke. 2016 kam dann ziemlich schnell eine Pret-à-porter-Linie für kleine Mädchen hinzu und 2017 eine Baby-Kollektion. Das alles geschah ganz natürlich; wir sind einfach unserer Intuition gefolgt und auch sehr auf die Meinungen und Wünsche unserer Kunden eingegangen. Vor zwei Jahren hatte dann meine Geschäftspartnerin Aurélie den Wunsch, ein neues Leben anzufangen. Also habe ich seitdem die Marke allein weiterentwickelt und eine Linie für Bademode und Damenunterwäsche herausgebracht. Die Kundinnen lieben sie! Diesen Sommer bringen wir eine Kollektion auf den Markt, auf die wir besonders stolz sind: eine Bio-Linie für Frauen, Kinder, Babys, und – für uns zum ersten Mal – auch für Männer! Seit der Gründung steht Louise Misha für Wohlwollen, Respekt und Qualität. Dieses Engagement wollen wir nun noch verstärken. Besagte Linie wird ausschließlich aus organischen Materialen biologischen Ursprungs hergestellt (Bio-Baumwolle aus fairem Handel) und hat bereits das GOTS-Siegel erhalten. Diese Zertifizierung ist die ganzheitlichste Einstufung für Textilien, da sie sowohl auf faire Produktionsbedingungen als auch auf nachhaltige Entwicklung Wert legt. Ich kann es kaum erwarten, diese tollen Stücke an die Frau, das Kind und den Mann zu bringen!


ERZÄHL UNS DOCH MAL ETWAS ÜBER EUER BÜRO IN PARIS. WIE IST EUER TEAM ORGANISIERT?

Wir haben das große Glück, in einem herrlichen Loft im 11. Arrondissement arbeiten zu dürfen. Es ist quasi der Louise-Misha-Kokon: bunt, warm und lebendig. Unser Team besteht aus ca. 15 Personen, die in vier Gruppen aufgeteilt sind: Administration, Kommunikation, Produktion und Design. Meine Geschäftspartnerin Claire leitet den administrativen Teil sowie die Produktion, während ich für das Design und die Kommunikation zuständig bin. Wir ergänzen uns perfekt und das Gleichgewicht stimmt.


Was ist eure Markenphilosophie?

Louise Misha ist eine Geisteshaltung. Sie zeugt von Freude, von Farben, von Aufgeschlossenheit und Neugier, von einem unstillbaren Durst nach Reisen und Abenteuer… und allem voran steht die Marke für ganz, ganz viel Sanftmut. In unserem Team begegnen wir uns mit Wohlwollen, einem offenen Ohr und Freundlichkeit. Das ist mir sehr wichtig. Unser Team besteht größtenteils aus Frauen (momentan haben wir nur einen einzigen Mann), und selbst die Ateliers, mit denen wir arbeiten, sind in Frauenhand. Somit steht Louise Misha auch für ausgeprägte Weiblichkeit, die von feministischer Natur und vollkommen beabsichtigt ist. Wir sind Feuer und Flamme für das Überwinden eingerosteter Mentalitäten und die Befreiung vom Patriarchat, das immer noch vielen Frauen Schaden zufügt.


Louise Misha legt großen Wert darauf, dass jedes Teil ein Unikat ist. Kannst du uns die Design- und Produktionsprozesse näherbringen?

Ich orientiere mich nie an Modetrends. Jede meiner Kollektionen ist eine neue Reise. Ich erzähle so gerne neue Geschichten und bin dabei auch so persönlich wie nur möglich. Im Alltag sammle ich unzählige Fotos, Materialien und Farben, die ich in meinen Notizbüchern zusammenbringe. Hier beginnt quasi jede Kollektion. Danach bespreche ich diese Ideen mit meinen Mitarbeiterinnen und wir tragen unsere Gedanken dazu zusammen. Wir stehen immer im Austausch. Gemeinsam mit der Bekleidungstechnikerin fertigen sie dann die technischen Beschreibungen an und wir stellen unsere Modelle in den Ateliers vor. Nun folgt ein langer Arbeitsprozess mit viel Austausch, bis schlussendlich die Prototypen stehen.




Die Kollektionen strotzen nur so vor Reiselust und Fernweh. Wo findest du deine Inspiration?

Ganz einfach: auf Reisen! Ich bin viel unterwegs und ich liebe es so sehr, dass ich nicht mehr anders leben möchte. Es befriedigt meine grenzenlose Neugier. Ich sehe mir gerne Ausstellungen an oder gehe ins Kino… Außerdem mag ich Antiquitäten. Inspiration ist für mich einfach überall.


Hast du einen Lieblingsort auf der Welt? Was ist deine schönste Reiseerinnerung?

Mein Lieblingsort ist ganz klar Indien! Es ist für mich das inspirierendste Land der Welt und spiegelt mich zudem am besten wider. Zum Glück bin ich noch immer oft dort. Ich brauche einfach diese Intensität und die Farben. Meine Begegnungen und Entdeckungen dort sind immer besonders magisch und ich komme nie ohne neue Ideen zurück. Meine schönste Erinnerung gilt jedoch einer meiner ersten Reisen. Mit 20 und komplett ohne Geld bin ich damals mit meinem Bruder mit dem Auto nach Marokko gefahren. Wir haben auf den Terrassen von Hotels geschlafen, von fast nichts gelebt und haben dennoch das ganze Land gesehen. Es war vollkommen verrückt. Ich erinnere mich unglaublich gerne an diese eine Nacht zurück, in der wir so viel gelacht und mit Tuaregs in der Wüste Karten gespielt haben. Das werde ich niemals vergessen.


Wer sind deine Vorbilder aus Mode und Kunst?

Mein Großvater Jean Laude war Dichter und Kunstkritiker. Er hegte eine große Leidenschaft für afrikanische Kunst; ich bin also mit den Werken groß geworden, die er geliebt hat. Dieses Umfeld hat meine Fantasie schon früh beflügelt und ich habe ebenfalls eine Vorliebe für primitive Kunst, das Reisen, Folklore und allgemein für fremde Kulturen entwickelt. Mein Vater hat bildende Kunst ebenfalls geliebt. Er hat mir die Werke von unzähligen Künstlern gezeigt, die mir heute noch als Inspiration dienen, wie etwa Matisse, Schiele oder Von Dongen. Im Bereich der Mode hat mich schon immer der Vintage-Stil mit seinen traditionellen Stickereien, der feinen Spitzen und dem antiken Flair inspiriert.


Gibt es eine Verbindung zwischen den Damen- und den Kinderkollektionen von Louise Misha?

Die Damenkollektion kam vier Jahre nach der Linie für Kinder. Uns hatten damals so viele Mütter geschrieben, dass sie die Kleidung von Louise Misha gern auch selbst tragen würden. Am Anfang waren die Stücke für Frauen durchaus Abwandlungen der Kinderbekleidung. Der Erfolg war bahnbrechend, und so begannen wir, an persönlicheren Stücken zu arbeiten. Heute passen unsere Kreationen immer zum jeweiligen Alter. Mit sechs Monaten braucht ein Mädchen vor allem Kleidung, die sich schnell wechseln lässt. Mit vier Jahren findet sie dann luftige Kleidung toll, mit der sie rennen und wild herumspringen kann. Erwachsene Frauen möchten sich gleichzeitig elegant und bequem kleiden, um jeden Tag und jede Minute genießen zu können. Natürlich gibt es immer noch Stücke für Frauen und für Kinder, bei denen wir mit den gleichen Stoffen, Prints oder Details arbeiten. Die beiden Linien stehen miteinander in Dialog.


Du bist sowohl Unternehmerin als auch Mutter. Ist das nicht eine riesige Herausforderung? Wie organisierst du deinen Alltag, dein Unternehmen und dein Leben als Mutter und Frau?

Ein Unternehmen zu leiten bedeutet in erster Linie zu akzeptieren, dass Arbeit einen hohen Stellenwert im Leben einnimmt. Ich arbeite viel und habe daher natürlich weniger Zeit für mein Privatleben. Im Moment fällt es mir auch tatsächlich schwer, Arbeit und Sozialleben unter einen Hut zu bekommen. Auf lange Sicht ist das auf jeden Fall mein Ziel. Wenn ich jedoch einmal etwas Zeit übrig habe, verbringe ich sie natürlich mit meinem Sohn Samuel. Er ist sieben Jahre alt und unsere gemeinsamen Momente sind unglaublich kostbar. Im Alltag haben wir das große Glück, dass wir immer auf seinen Papa zählen können. Ich bin ihm sehr dankbar und weiß, dass ohne ihn nichts von alledem möglich wäre.


Was war bisher das größte Hindernis in deiner unternehmerischen Laufbahn?

Der Übergang von der Designerin zur Chefin war nicht einfach. Ich hatte am Anfang keine Ahnung, was alles auf mich zukommt und welche Fähigkeiten ich für diese Rolle mitbringen muss. Doch ich habe mich nie entmutigen lassen und gelernt, um Hilfe zu bitten und zu delegieren. Heute leite ich ein Unternehmen mit 15 Angestellten für alle nötigen Bereiche: Management, Personalfragen, Finanzen, … Es ist weniger glamourös, als es sich anhört (lacht). Zum Glück steht mir meine neue Geschäftspartnerin Claire zur Seite und kümmert sich um administrative und finanzielle Belange.  Ich habe Louise Misha aufgrund meiner Leidenschaft für Design gegründet, und die Leitung eines ganzen Unternehmens sehe ich nach wie vor als Herausforderung. Ich fühle mich auch in höchstem Maße verantwortlich für die Menschen, die bei mir arbeiten. Jede einzelne hat sich dafür entschieden, mich auf meinen Abenteuern zu begleiten, und dabei sollen sie immer auf mich zählen können!


Wie möchtest du die Marke weiterentwickeln?

Louise Misha ist sehr schnell gewachsen. Für die Zukunft haben wir uns zwei Schwerpunkte gesetzt, auf die wir uns konzentrieren möchten. Allem voran steht unser ökologischer Fußabdruck, den ich so klein wie möglich halten möchte. Die Modeindustrie ist leider nicht die umweltfreundlichste. Daher sind wir immer auf der Suche nach Alternativen für die Produktion umweltschonender Mode. Unsere Zukunft und die unserer Kleidung geht definitiv in eine grüne Richtung. Wir arbeiten auch aktiv daran, bei unseren Verpackungen komplett auf Plastik zu verzichten. Unser zweites Ziel für die Zukunft ist es, die Verbindung mit unseren Kunden zu stärken. Wir wollen Pop-up-Stores in Frankreich eröffnen, und gerne auch in Südkorea, Australien und den USA, wo Louise Misha gerade großen Anklang findet. Und wer weiß, vielleicht kommt auch irgendwann ein eigener Store!


Hast du ein Mantra?

Mein Leitsatz lautet „Alles ist möglich!“ Man darf sich nicht von außen einschränken lassen und nicht alles glauben, was einem gesagt wird. Meine Reisen nach Indien waren immer von sehr spiritueller Natur. Ich glaube an Karma und bin mir sicher, dass wir das vom Leben zurückbekommen, was wir geben.


Was gefällt dir an Smallable?

Ich liebe die hohe Qualität, derer man sich bei allen Produkten sicher sein kann. Außerdem werden neue Designer gefördert – die Seite ist eine wahre Goldgrube! Smallable hat sich schnell einen Namen gemacht, und das als Online-Shop. Hut ab! Smallable war auch eine der ersten Seiten, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und das Abenteuer Louise Misha von Anfang an miterlebt haben. Ich hatte auch schon das Glück, die Gründerin Cécile Roederer zu treffen. Ich bewundere sie sehr für ihren Werdegang und ihr Talent. Sie ist ein beeindruckendes Vorbild für weibliche Führungskräfte.


Du lebst in Paris. Hast du Tipps für besonders kinderfreundliche Orte?

Am Wochenende gehe ich gerne ins „Ground Control“ bei mir um die Ecke. Ich würde diesen Ort als fachübergreifende und unabhängige Begegnungsstätte beschreiben. Es gibt dort eine niedliche Bibliothek und man kann gemütlich mit Freunden Mittag essen, während die Kinder spielen. Mein Sohn freut sich immer, wenn ich ihn mit zu Arkose nehme, einer Kletterhalle, die einen tollen Kinderbereich hat. Es ist nur immer wieder schlimm, wenn der Ausflug zu Ende geht.


DISCOVER LOUISE MISHA’S LATEST ARRIVALS, INCLUDING SMALLABLE’S EXCLUSIVE COLLABORATION WITH THE BRAND, NOW ONLINE.
PHOTOS & TEXT BY YASMINA PEREZ

Schliessen
Filtern nach

228 Search results

  1. 1
  2. 2
  3. 3

228 Search results

  1. 1
  2. 2
  3. 3