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Tartine et Chocolat

Tartine et Chocolat

Tartine et Chocolat ist mehr wie nur eine Kindermarke: Es ist schick, modern und trotzdem zeitlos. Seit ihrer Kreation haben die Tartine et Chocolat Kollektionen sich in der Kindermode einen Namen gemacht. Kinderklamotten zu kreieren ist eine Sache, aber diese so selbstverständlich zeitlos zu kreieren ist eine andere Sache. Die Liebe zum Detail und die Inspiration „à la française“ hat das Markeuniversum weltweit Eltern und Kinder begeistert.
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interview

 

Emilie Zannier

Seit bald 40 Jahren finden wir Tartine et Chocolat in den Zimmern unserer Kinder wieder. 1977 von Catherine Painvin gegründet, hat sich die Marke in der Babywelt schnell einen Namen gemacht, sowohl die Klamotten als auch die Plüschtiere (mit dem berühmten Igel Léon) oder das Parfüm. Ihre emotionale und visuelle Identität ist so prägnant, dass Generation für Generation das Gefühl hat, in seine Kindheit zurückversetzt zu werden. Eine wichtige Eigenschaft, die Emilie Zannier - Geschäftsführerin der gleichnamigen Unternehmensgruppe, die 2004 Tartine et Chocolat abgekauft hat - zu bewahren weiß. Sie bemüht sich stets den Emotionsanteil beizubehalten, den das Ladenschild hervorruft. Sie empfängt uns in der Vorzeigeboutique der Marke auf dem Boulevard Saint-Germain 266, die 1995 eröffnet und von der Innenarchitektin Dorothée Meilichzon vollkommen neu gestaltet wurde. Ein sicherer Sprung in die Kindheit.

 


Wie ist Tartine et Chocolat entstanden?

Catherine Painvin, die Gründerin, besaß sowohl eine unermüdliche Energie wie auch einen unerschütterlichen Willen. Sie war nicht mal 30 Jahre alt, also sie die Marke gründete. Gerade erst frisch geschieden, war sie mit ihren drei Kindern beschäftigt und kümmerte sich nebenbei noch um das Unternehmen. Etwas ganz Ungewohntes und Neues für diese Epoche! Als Kennedy beerdigt wurde, beobachtete sie seine Kinder in ihren schicken englischen Mänteln und stellte fest, dass es zu jenem Zeitpunkt in Frankreich keine Marke für elegante Kindermode gab. Dieses Bild von Kennedys Kinder bei der Beerdigung ihres Vaters hat bei ihr einen Schalter umgelegt. Anschließend hat sie einen Sommer in Amerika verbracht, wo sie sich von dem angelsächsischen Stil beeindrucken ließ.

Woher kommt der Name?

Ihre Kinder nannten sie "tartine". Nach ihrer Scheidung heiratete Catherine Bertrand Painvin, einen sehr braunen und dunkelhäutigen Mann, den ihre Kinder "chocolat" nannten. Und da sich alle einig waren, das Toastbrot mit Schokolade eine magische Kombination darstellt, hat es Sinn ergeben.

Warum war die Marke direkt so erfolgreich?

Catherine hat als eine der Ersten auch andere Produkte als Textilien herausgebracht. Das alleine war schon einzigartig zu jener Zeit. Sie hatte von Anfang an Babyausstattung im Sortiment, hat sich von Givenchy für ihr Parfüm inspirieren lassen und hat Plüschtiere wie Léon den Igel entworfen. Im Grunde hatte sie die Vision einer allumfassenden Marke und nicht nur einer einfachen Modelinie. Heutzutage sind die Kuscheltiere und das Parfüm genauso bekannt wie die Kleidung.

 


Was war Ihr Wunsch, als Sie das Unternehmen 2004 abgekauft haben?

Wie jeder andere fand ich die Marke sehr schön und sie schien mir weit vom Ruin entfernt. Wenn man jedoch in eine Boutique kam, konnte man gut erkennen,dass es an finanziellen Mitteln mangelte. Die Firma basierte auf einer globalen Errungenschaft in der Gesellschaft; es wurde eine Umgestaltung fällig. Trotz allem war das Image damals schon dasselbe wie heute. Die Leute lieben Tartine et Chocolat; es erinnert sie an ihre Kindheit und ist mit richtiger Qualität verbunden. Ich wusste, dass es recht leicht werden würde. Man musste die Marke lediglich aus ihrem Dornröschenschlaf wecken.

Welche Schwerpunkte haben Sie sich gesetzt?

Ich fange immer mit dem Grundlegendem an, dem Produkt. Wir begannen uns mit einer Stylistin zu beraten, um die richtige Richtung einzuschlagen: ein Produkt, das gleichzeitig zeitlos ist, aber dennoch im aktuellen Trend liegt. Danach haben wir uns alles andere vorgenommen,was unter unsere Lizenz fiel -Plüschtiere, Möbel- um die Kollektionen intern mit einem höheren Qualitätsstandard zu überarbeiten. Wir haben alles von Grund auf neu erarbeitet. Unser Team besteht momentan aus einer Kollektionsleiterin und Laurence, unserer Stylistin, die als Freelancerin arbeitet und somit ein Auge auf die Designerwelt hat. Sieben weitere Angestellte arbeiten im Gestaltungsbereich in Bezug auf Grafikdesign, Modellbau... Eine andere Abteilung kümmert sich um die Babywelt, Möbel und Plüschtiere.

Was unterscheidet Tartine et Chocolat von anderen Marken?

Vor allem die Emotion. Heutzutage mischen auch alle Luxusmarken auf den gesamten Markt rund um die Babypflege mit, aber was uns unterscheidet ist die emotionale Bindung. Tartine et Chocolat verbindet man mit einem Duft, einer Plüschfigur und einem ganz besonderen Gefühl... Es lässt sich nicht so einfach vergessen, dass man mit Léon dem Igel gekuschelt hat, als man klein war. Wenn man dann plötzlich seinen Duft riecht, schwelgt man direkt in intensiven Erinnerungen. Dasselbe gilt für das Visuelle mit der Garda-Streifenkollektion, die es schon sehr lange gibt. Junge Mütter im Alter von 30 Jahren kommen zu uns, weil sie für ihr Baby das kaufen wollen, was sie damals selbst anhatten. Das ist ein unglaubliches Phänomen. 
 



Wie sieht es mit dem Erfolg im Ausland aus?

Es ist das typisch Französische, was die Leute anzieht. Dazu kommt das zeitlose und elegante Design, das ich genauso beibehalten möchte. Unsere Marke deckt den Baby- und Kleinkindbereich ab und zeichnet sich durch seine Zeitlosigkeit aus, weshalb wir uns bemühen, diese französische Eleganz zu bewahren. Tartine et Chocolat kommt sehr gut in Russland an und ist somit neben dem Mittleren Osten unser größter Exportkunde sowie Südkorea, wo wir über 120 Verkaufsstellen verfügen.

Haben sich Ihre Farben und Materialien mit der Zeit weiterentwickelt?

Die ersten fünf Jahre haben wir uns nur auf Pastelltöne begrenzt. Als sich der Exportmarkt beträchtlich erweiterte, traten Bedürfnisse und Geschmäcke auf, die nicht unbedingt dieselben sein müssen. Also haben wir angefangen lebhaftere Farben ins Sortiment aufzunehmen, was sehr gut angekommen ist, sogar in Frankreich. Nach zwei, drei Jahren haben wir uns noch ein wenig weiter gewagt, auch wenn wir hauptsächlich rosa und himmelblau verkaufen. Beim Material legen wir hauptsächlich Wert darauf, ob es sich weich und angenehm anfühlt. Wir beschränken uns auf komfortable und qualitativ hochwertige Stoffe. Für die Kleineren benutzen wir einen sehr feinen Textilmix.

Welche sind die legendären Klassiker von Tartine et Chocolat?

Alles aus der Dors-bien-Kollektion für Babys und der Pyjama aus der Garda-Kollektion sind ein absolutes Must-have. Die Leute suchen bei uns einen gewissen Qualitätsstandard und einen genauen Blick für Details. Seit einigen Jahren sind wir auch zu Junior-Kollektionen übergegangen. Wir haben unser Markenzeichen gefunden mit Kleidchen für kleine Mädchen, die weder Bling-Bling noch zu schlicht sind und stattdessen eine französisch Eleganz ausstrahlen. 

 


Hat sich das Kinderbild von Tartine et Chocolat weiterentwickelt?

Ich glaube, dass man in der heutigen Zeit gut man selbst sein kann, wenn man an einem Tag in Jeans und weitem Pulli und am nächsten in einem schicken Kleidchen auftaucht. Ein ideales Kinderbild für Tartine et Chocolat zu definieren und sich beispielsweise auf ein „Modellkind“ festzulegen ist nichts für mich. Erstens finde ich es eher traurig und zweitens existiert ein ideales Kind nicht. Ich denke das Mütter heutzutage praktische und bequeme Kleidung für die Schule bevorzugen, aber für ein Familienevent oder eine Feier eher zu eleganter Kleidung greifen. Ich bin überzeugt, dass man mit unserer Mode allen Kindern gerecht werden kann, jedoch zu einem bestimmten Moment ihres Lebens. Ich glaube wirklich, dass die Welt heute so funktioniert. Man hat Lust seinen Stil, die Preisklasse, die Qualität zu verändern und will nicht in eine Gruppe gesteckt werden. Die Werte sind die einzigen, die während all dieser Jahre gleich bleiben: Eleganz, Zeitlosigkeit und Qualitätsanspruch. Und natürlich immer die Emotion.

In den Werbekampagnen wird das Gefühl von Unschuld und Träumerei vermittelt. Ist das wichtig für Sie?

Wir sind eine Marke, die sich an Kinder richtet und zwar ausschließlich. Die Welt befindet sich in einer schweren Lage, besonders in den letzten Jahren. Daher denke ich, dass man die Zeit der Kindheit besonders wertschätzen und so lange wie möglich genießen sollte. Es ist das Zurückversetzen in die Kindheit, das wir vermitteln wollen. Das ist der Grund, warum die Mütter zu uns kommen, um Leon den Igel, die Garda-Kollektion etc. zu kaufen... Wegen all diesen Dingen, die sie an ihre eigene Kindheit erinnern. Man wünscht sich für seine Kinder die gleichen schönen Momente, die man selbst erlebt hat. Das tut den Kindern gut, aber auch schlussendlich den Eltern! Man wünscht sich, dass die Kinder von einer traumhaften Welt voller märchenhafter Momente träumen können.

Märchen sind übrigens sehr präsent in dem Universum, was Sie geschaffen haben.

Ja, das ist stark mit dem Markenkonzept verknüpft. Man bekommt diesen zauberhaften und zeitlosen Eindruck. Heutzutage werden immer noch dieselben Geschichten und Märchen erzählt, auch wenn das Angebot sich verändert.

Wenn Tartine et Chocolat ein Märchen wäre, welches wäre es?

Ich glaube es wäre Eselshaut, das passt gut zu uns! Es ist fröhlich und märchenhaft.

Dieses Jahr hat der Vorzeigeladen der Marke auf dem Boulevard Saint-Germain einen neuen Anstrich bekommen. Was waren Ihre Vorstellungen?

Wir haben die Boutique zum Anlass des 40-jährigen Bestehens von Tartine et Chocolat im nächsten Jahr neu gestaltet. Ich schätze, dass wir bereits viel in Bezug auf die Produkte geleistet haben, sodass wir an einen Punkt angelangt sind, wo wir heute stolz auf uns sein können. Das Konzept des Architekten Jacques Garcia bestand schon 10 Jahre, also musste alles mal erneuert werden. Da kam der entscheidende Moment, jemanden zu finden, der unseren zeitlosen und modernen Stil nachvollzieht und genau den hat die Innenarchitektin Dorothée Meilichzon grandios umgesetzt. Sie ist total modern und angesagt, entwirft Restaurants und Bars nach dem heutigen Trend, aber sie lässt sich von ihrem französischen Savoir-faire leiten. Sie hat Parkett, Mosaik und viele handgefertigte Gegenstände in das Design eingebracht. Sie hat es geschafft den Charakter der Marke mit Dekoration auszudrücken. Es war ihre erste Boutique und sie ist ihr sehr gut gelungen. Wir liegen mit unserem Design in der Spitzenklasse ohne dabei protzig zu wirken, und das gleichzeitig in einem modernen wie auch traditionell französischen Stil. Sie ist selbst eine junge Mutter, daher spricht es sie ebenfalls an.

 


Was sind Ihre Lieblingsorte in Paris für einen Ausflug mit Kindern?

Das naturgeschichtliche Museum (Musée d’Histoire Naturelle), weil ich zwei Jungen im Alter von 5 und 6 Jahren habe, die total von Dinosauriern begeistert sind! Als Restaurant würde ich ‚la Gare‘ empfehlen und ‚le Luxembourg‘ wegen dem Garten. Ein Klassiker.

Welcher Ort erinnert Sie an Ihre Kindheit?

Die Häuser meiner Großeltern im Sommer. Ich habe immer 15 Tage in der tiefsten Auvergne bei meiner Großmutter mütterlicherseits verbracht. Und mit der Großmutter väterlicherseits ging es immer ans Meer. Ich erinnere mich gut an lange Mittagsschläfchen... Ich war ganz ohne Eltern unterwegs - Das sind kostbare, magische Erinnerungen, die einen prägen.

Wenn Tartine et Chocolat ein Motto hätte, wie würde es lauten?

Es würde sich um die Idee des Weitergebens, der Beziehung zwischen Generationen drehen. Man gibt Wertvorstellungen, einen Duft, ein Plüschtier weiter... Das sind Sachen, die man aufbewahrt. Mélanie Laurent, eine Kundin, die in unsere Boutique kam, sagte zu uns: „Ich werde Ihnen ein Foto von mir mit meinen Igelkuscheltieren schicken, die ich bis jetzt aufbewahrt habe.“ Das passiert öfters - Man bekommt ehemalige Artikel zu Gesicht, die die Leute aufbewahrt haben. So etwas sieht man nicht oft auf der Welt.

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